Müller, Iwan
(1786 - 1854)

Duo Concertant
"Souvenir de Dobberan"

für Klarinette, Horn
(ad lib. Bassetthorn oder 2. Klarinette)
und Klavier


ee 206040

ISMN-M-700196-28-8

EUR 14,50

< shop

Aus dem Vorwort / Preface:

Der 1786 in Reval (Tallinn) geborene Iwan Müller zählt nicht nur zu den größten Klarinetten-Virtuosen seiner Zeit, auch sein Bemühen um die technische Vervollkommnung des Instruments war maßgeblich für die weitere Entwicklung des Klarinettenbaus im 19. Jahrhundert.

Quer durch Europa führte Müllers Lebensweg, entweder, um seine Erfindungen voranzutreiben, um neue Engagements anzutreten, oder während ausgedehnter Konzertereisen als gefeierter Solist. Oftmals kamen dabei auch seine eigenen, zahlreichen und von Virtuosität geprägten Kompositionen für Klarinette zur Aufführung. Müller starb 1854 in Bückeburg.

Die Konzert-Chronik der Mecklenburg-Schweriner Hofkonzerte, das sogenannte Ludwigsluster „Diarium“, nennt im September 1824 einige Konzerte unter Müllers Mitwirkung, eines davon im an der Ostsee gelegenen Bad Doberan, wohin Großherzog Friedrich Franz I. (1756-1837) aus gesundheitlichen Gründen seine Sommerresidenz hin verlegt hatte. Das auf diese Weise 1793 gegründete erste Seebad Deutschlands entwickelte sich zu einem mondänen Kurort und einer der besten Adressen des gesellschaftlichen Lebens in Europa.

Das Duo Concertant für Klarinette, Horn und Klavier, das Müller dort zusammen mit dem bekannten Hornisten und Hofmusikus der Schweriner Hofkapelle Carl Friedrich Bode spielte, erschien 1827 in einem - dieser Neuausgabe zugrunde liegendem - Druck von Ricordi, trägt im Titel den Zusatz „Souvenir de Dobberan“ und ist dem Großherzog Friedrich Franz I. gewidmet.

Die dreiteilig angelegte Komposition (Allegro maestoso, Andante, Allegro brillante) bietet einen virtuos anmutenden, instrumental anspruchsvollen Dialog zwischen den beiden Soloinstrumen-ten. Der Klavierpart ist in seiner überwiegend begleitenden Funktion schlicht gehalten. Die durchweg hohe Hornstimme (in F) wird bis zum c‘‘‘ geführt (eine alternative Wendung ist dort angegeben), die Klarinettenstimme geht wahlweise bis zum notierten a‘‘‘ und verlangt schon fortgeschrittene Spieltechnik.

Die in der vorliegenden Neuausgabe ad libitum angegebene Ausführung des Werkes mit Bassetthorn anstelle des Horns bietet sich aus der Musik heraus geradezu an, wahlweise ist auch eine 2. Stimme für Klarinette in B beigefügt.



Iwan Müller (often written in English as Ivan Mueller), born in Tallinn, Estonia in 1786, was more than just one of the greatest clarinet virtuosi of his time. In fact, his efforts in the technical improvement of the instrument would influence further developments in clarinet making in the 19th century.

Müller's life lead him clear across Europe, whether promoting his inventions, accepting new engagements, or on concert tours as a celebrated soloist. His own many virtuosic compositions for clarinet were often performed. Müller died in Bückeburg (Lower Saxony) in 1854.

The chronicle of the Mecklenburg-Schwerin Court Concerts, the so-called "Ludwigslust Diary," refers to Müller's concerts in September 1824, one of which was at Bad Doberan on the Baltic coast. Here the Archduke Friedrich Franz I (1756-1837), bent on improving his health, had his summer residence. So it was that the first coastal bathing spot in Germany was born which would later develop into a urbane spa town and one of the elite high society watering holes in Europe.

The Duo Concertant for clarinet, horn and piano that Müller played there together with Schwerin Court virtuoso hornist Carl Friedrich Bode was published in 1827 by Ricordi. Subtitled "Souvenir de Dobberan" and dedicated to Archduke Friedrich Franz I, it is this edition that serves as the basis of the present publication.

The three movement composition (Allegro maestoso, Andante, Allegro brillante) presents a virtuosic feeling, technically challenging dialogue between the two solo instruments. The piano contribution is limited to that of straightforward accompaniment. The consistently high tessitura of the horn part (in F) ranges up to c''' (an ossia for which is also written), while the clarinet part goes up to a discretionary notated a''' and demands a highly developed technique.

This new edition includes an optional basset horn part as a natural substitute for horn, and an additional part for clarinet in B-flat is likewise provided.



Notenbeispiel:

Notenbeispiel
Notenbeispiel

^ nach oben / top of page
< shop